Up- & Recycling – Nutzung von Produktionsabfällen

Erstellt ein Konzept zum Upcycling oder Recycling von Produktionsabfällen aus der Klebeband- und Kabelproduktion.

Die Coroplast Group ist Experte für die Entwicklung und Herstellung von Technischen Klebebändern, Kabeln & Leitungen sowie Leitungssätzen, für die Automobil- und andere bedeutende Industrien. Eine aktuelle Herausforderung, der sich die Coroplast Group stellt, ist die Weiterverarbeitung von Materialabfällen aus der Produktion von Kabelwickelbändern und Hochvoltleitungen.

Die Kabelwickelbänder werden in Fahrzeugen eingesetzt. Sie umwickeln die darin verbauten Kabel und dienen somit beispielsweise als Geräuschdämpfung mechanischen Schutz, Wärmesteuerung. Sie bestehen aus einem Träger wie Polyethylenterephthalat (PE) oder Polyamide (PA) sowie einem Klebstoff auf Acrylat-Basis. Um die Kundenanforderungen zu erfüllen, fällt im Produktionsprozess der sog. Abschnitt an.

Die Hochvoltleitungen werden in der Elektromobilität eingesetzt. Sie bestehen größten Teils aus einem Leiterwerkstoff wie Kupfer oder Aluminium und einem Silicon-Kautschuk. Während die Leiterwerkstoffe heutzutage schon zu 100% recycelt werden können, bestehen beim Recyceln des Silicon-Kautschuks noch keine geeigneten Prozesse.

Beide Produkte beinhalten Anteile von vernetzen chemischen Material, was dazu führt, dass das Lösen und Trennen der einzelnen Produktmaterialien schwer umzusetzen ist.

Gegenwärtig werden die Materialabfälle über den Entsorgungsdienstleister der thermischen Verwertung zugeführt. Diese sollte jedoch idealerweise das letzte Mittel der Wahl darstellen. Mit dem Ziel einer nachhaltigen Produktentwicklung sollen kreislauffähige Lösungsansätze wie Upcycling oder Recycling zur Nutzung dieser Materialrückstände entwickelt werden.

Offene Fragen/ Denkanstöße:

Denkt an ein ressourcenschonendes Produktdesign.

  • Ist eine Weiterverwertung beider Materialien möglich?
  • Können neue Produkte aus den Materialien entwickelt werden?
  • Existieren weitere Lösungswege im Umgang mit den Materialabfällen?
  • Gibt es darüber hinaus Ideen Verbundwerkstoffe ganzheitlich zu trennen?